Münster. Wie jedes Jahr starteten auch 2019 wieder 26 Brandreferendare und 37 Aufstiegsbeamte in ihre zwei- beziehungsweise einjährige Ausbildung für die Laufbahngruppe 2.2 (ehem. höherer feuerwehrtechnischer Dienst). Los ging es am 01.04. am Institut der Feuerwehr NRW in Münster. Nach der Begrüßung durch den Direktor des Instituts, Berthold Penkert, stellte Lehrgangsleiter Christian Plum das umfangreiche Programm der Einführungswoche vor.

Gleich zu Beginn der Woche wurden die Kolleginnen und Kollegen geteilt in Aufstiegsbeamte und Brandreferendare. Während die Aufsteiger eine Frage-Antwort-Podiumsdiskussion für die Referendare vorbereiteten, wurde letzteren eine allgemeine Einführung in die Strukturen des deutschen Feuerwehrwesens vermittelt. Insgesamt zeichnete sich die Woche durch eine wohldosierte Mischung von Vorträgen, Exkursionen und freien Arbeitsphasen aus. Insbesondere die Podiumsdiskussion und das Expertencafé, in dem die Aufsteiger den Referendaren viele Fragen zum Beamtenrecht und den kommenden zwei Jahren Ausbildung beantworten konnten, waren für alle Kolleginnen und Kollegen hilfreich und interessant.

Besonders hervorzuheben sind die Exkursionen zu den Feuerwehren Witten und Bocholt. Die Führungskräfte beider Feuerwehren erläuterten mit großer Motivation die momentanen Projekte aus ihrem Arbeitsbereich. So wurde beispielsweise in Bocholt von den Problemen und Chancen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den Niederlanden berichtet, während in Witten die Einführung eines neuen Personalkonzeptes vorgestellt wurde. Auch hier wurden den Kolleginnen und Kollegen nochmals viele Anregungen gegeben, wie die Ausbildungszeit möglichst erfolgreich und auch kurzweilig gestaltet werden kann.

Auch erhielten wir in der Startwoche wieder Besuch von hochrangigen Vertretern des deutschen Feuerwehrwesens, die über Ihre Verbände und Tätigkeiten berichteten. So hielten beispielsweise Hartmut Ziebs vom Deutschen Feuerwehrverband und Jochen Stein von der AGBF Vorträge über aktuelle Themen der Verbandsarbeit.

Erstmalig erhielten die Referendare und Aufstiegsbeamten ein Knigge-Training, um sich sicher auf und abseits des Feuerwehrparketts bewegen zu können. Die frisch gelernten Inhalte konnten direkt am Abend in der Praxis umgesetzt werden. Beim alljährlichen Kaminabend fand ein reger Austausch mit Vertretern der Feuerwehrschulen, Feuerwehren und Verbänden statt.

Nach einigen Schlussworten und  einer ausgedehnten Feedbackrunde wurde die Einführungswoche beendet und die Aufstiegsbeamten und Referendare in ihre ein- bzw. zweijährige Ausbildung entlassen.