Dass in Bocholt und den angrenzenden Niederlanden Europa gelebt wird, konnten unsere Referendare, die gerade in Bocholt zur Grundausbildung sind, schon beim Besuch der Sicherheitsregion in Apeldoorn feststellen. Wie diese Zusammenarbeit auf kleinster Ebene funktioniert, haben am Donnerstag, 11.07.2019, die Brandweer Dinxperlo und der Löschzug Suderwick der Freiwilligen Feuerwehr Bocholt eindrücklich gezeigt. Die beiden Orte sind zusammengewachsen, die Grenze verläuft teilweise durch die Vorgärten. So wird aus Dinxperlo und Suderwick ganz schnell Dinxperwick.

Beide Feuerwehren sind im Grenzgebiet auf die Hilfe der Nachbarn angewiesen. Und damit diese Hilfe funktioniert, müssen die Einsatzkräfte die Vorgehensweise des Anderen kennen: wie finde ich einen Hydranten (in den Niederlanden mit gelben Pfeilen auf dem Boden), was ist ein Sicherheitstrupp (den gibt es in den Niederlanden nicht), wie setzt sich die Fahrzeugbesatzung zusammen und was sind deren Aufgaben, passen die Kupplungen der Schläuche? (Sie passen nicht, aber man wäre nicht in Dinxperwick, hätte man nicht schon längst ein Übergangsstück gebastelt.)

An mehreren Stationen wurden diese und weitere Fragestellungen in gemischten Gruppen diskutiert und sowohl ins niederländische, als auch ins deutsche simultan übersetzt. Das kam gerade unseren Referendaren von der LFS Sachsen, der Berliner Feuerwehr und dem IdF NRW zugute, wäre aber für die Kollegen aus Suderwick und Dinxperlo gar nicht nötig gewesen, weil sie die Sprache des Anderen sprechen.

Wir sind schwer beeindruckt, sagen “Hut ab” für dieses gelebte Europa, Dankeschön und dank je wel für diese Einblicke an die Kollegen aus Suderwick und Dinxperlo! Wir bedanken uns für das zur Verfügung stellen der Bilder auch hier nochmal ganz herzlich bei Marco Heisterkamp von der Feuerwehr Bocholt!